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Besuch der Marienschule in Dremmen

Grüne im Kreis Heinsberg fordern sichere Schulwege für Kinder

„Geh-Spaß statt Elterntaxi“ lautet die pädagogische Devise der Katholischen Grundschule in Dremmen, die vor zwei Jahren engagiert entschieden hat, die dramatische Verkehrssituation in der Marienstraße zu entzerren und den Schulweg für die Grundschulkinder sicherer zu machen. Bereits ein Jahr später, am 07. Mai 2019 fand die offizielle Einweihung der von der Stadt Heinsberg neu eingerichteten Eltern-Haltestellen statt.

Ein Projekt, das nach Meinung der Kreis-Grünen, Modellcharakter haben sollte für möglichst viele Schulen im Kreis Heinsberg. Im Gespräch mit der Schulleiterin Marlis Minkenberg, ließen sich die Grünen- Sprecherin und Landratskandidatin, Dr. Ruth Seidl aus Wassenberg, der grüne Bürgermeisterkandidat, Prof. Dr. Hubert Minkenberg aus Hückelhoven, Sabrina Grübener, Heinsberger Listenkandidatin für den Kreistag und Anne Gebler- Walkenbach (Kreisgeschäftsführerin) erläutern, wie der Weg von der Idee zur Umsetzung gelang.

Es begann mit einer Umfrage zum Mobilitätsverhalten der Kinder. Dabei waren fast alle Eltern dem Aufruf gefolgt und hatten den Fragebogen ausgefüllt. So konnten Gefahrenstellen im Umfeld der Schule und die meistbenutzten Wege der Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, identifiziert werden. Auf Grundlage der Ergebnisse aus den Befragungen und in Absprache mit der Polizeibehörde und dem Ordnungsamt wurden drei Elterntaxi-Haltezonen im Umfeld der Marienschule festgelegt, die einen verbesserten Verkehrsfluss und einen sicheren Fußweg für die Kinder bis zur Schule ermöglichen. „Die Eltern und das Kollegium stehen geschlossen hinter dem Projekt, betont Marlis Minkenberg aber auch hinter dem pädagogischen Konzept. Der Schulweg soll wieder Erfahrung und Erlebnis mit sich bringen und nicht nur vom Rücksitz eines Autos bewältigt werden.“ Hinzu kommt ein gezielter Unterricht zum Thema umweltfreundlicher und selbständiger Schulweg, der die Kinder ermuntern soll mit dem Rad, Roller oder zu Fuß zur Schule zu kommen. Für den selbständig zurückgelegten Schulweg gibt es Bonuspunkte in der Schule mit verlockenden Anreizen: Wer 500 Bonuspunkte gesammelt hat, bekommt einmal Hausaufgaben-frei. Mit 500 Bonuspunkten löst man eine Spielstunde ein. Und diejenigen, die mittlerweile 1000 Punkte ergattert haben, dürfen einen Film gucken.

Für die Grünen im Kreis Heinsberg ist das Projekt, das vom Land NRW gefördert wird „ein tolles Beispiel, wie Kinder lernen können, sich selbständig im Verkehr zurecht zu finden und wie sie ihre Lebensumgebung entdecken können“, so Sabrina Grübener.

„Wir möchten anregen“, sagt Ruth Seidl, „dass der Kreis und die Kommunen zusammen mit den Schulen im Kreis Heinsberg überlegen, ob und wie dieses Modellprojekt in die Fläche getragen werden kann. Die Gefahrensituation an vielen Schulen durch „Elterntaxis“ direkt vor der Haustür ist desaströs und der Mehrwert für Kinder, die sich selbständig in ihrem Lebensumfeld bewegen ist überaus wichtig, damit sie lernen im Alltag mit Risiken umzugehen. Die Verbannung von Elterntaxis vor unseren Schulen gehört in ein integriertes Verkehrskonzept, das für sichere Rad- und Fußwege sorgt, so dass das Auto auch einmal stehen bleiben kann.“

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