Menü

Grüne informieren sich über die Gesundheitsversorgung der Asylbewerber und wählen neuen Kreisvorstand

Auf der Mitgliederversammlung der Grünen im Kreis Heinsberg freute sich Sprecherin Regina Schaaf nicht nur über zahlreiche Mitglieder, sondern auch über die Staatssekretärin Martina Hoffmann-Badache aus dem Gesundheitsministerium NRW und Peter von der Forst, stv. Regionaldirektor der AOK Rheinland/Hamburg. Die beiden ausgewiesenen Fachleute waren eigens angereist, um über die Einführung der Gesundheitskarte in NRW zu informieren und Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu beantworten.

Die Experten führten aus: Der Weg zur medizinischen Versorgung für Flüchtlinge und Kommunen, die angesichts steigender Flüchtlingszahlen an ihre Grenzen, auch der medizinischen Versorgung, gestoßen sind, sei schwer und bürokratisch. So müssten Flüchtlinge im Falle einer Erkrankung in den ersten Monaten ihres Aufenthaltes (15 Monate) erst einen Behandlungsschein bei den Kommunen einholen, bevor sie zum Arzt/zur Ärztin gehen könnten. Die Mitarbeiter der Kommunen, die in der Regel ohne medizinische Ausbildung seien, müssten entscheiden, ob ein Arztbesuch erforderlich sei und auch die Arztabrechnungen überprüfen.
Mit der Einführung einer Elektronischen Gesundheitskarte (eGK) könnten Flüchtlinge nun erstmals wie jeder andere Mensch auch, direkt zum Arzt/zu Ärztin gehen, wenn sie akut erkranken.
Da jede einzelne Gemeinde selbst entscheiden könne, ob sie teilnehmen wolle und in diesem Zusammenhang die wirtschaftliche Machbarkeit überprüfen müsse, habe man den Kommunen eine Rahmenvereinbarung angeboten, die mit den kommunalen Spitzenverbänden abgestimmt sei. Keinesfalls müsse befürchtet werden, dass die Mitglieder der Krankenkassen durch die Karte Beitragserhöhungen hinnehmen müssten.

NRW ist das erste Flächenland, das eine solche Rahmenvereinbarung abschließt. Gemeinden in NRW, die sich – in der Regel per Ratsbeschluss – dafür entscheiden, an der Vereinbarung teilzunehmen, erklären ihren Beitritt schriftlich oder per E-Mail gegenüber dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter gesundheitskarte@mgepa.nrw.de. Unter der angegebenen Mail-Adresse können Kommunen sich neben der Beitrittserklärung auch mit Fragen zur Gesundheitskarte für Flüchtlinge an das MGEPA wenden. Bisher haben 20 Kommunen ihren Beitritt zur Rahmenvereinbarung erklärt, neben Köln, Düsseldorf und Bonn auch kleinere Städte wie Alsdorf und Remscheid.

Dr. Ruth Seidl aus Wassenberg teilte mit, dass das Land NRW entgegen der bisherigen gesetzlichen Regelung für sogenannte „Hochkostenfälle“ die Medizinkosten eines Flüchtlings ab 35.000 EURO im Kalenderjahr trage und damit die Kommunen weiter entlastet würden. Das MGEPA Ministerium hat alle notwendigen Informationen zur Einführung der Gesundheitskarte unter www.mgepa.nrw.de/gesundheit/versorgung/Gesundheitskarte-fuer-Fluechtlinge/index.php öffentlich gemacht.

 

Kreisvorstandswahlen:
Mit großer Mehrheit wurden die amtierenden Vorstandsmitglieder Regina Schaaf (Sprecherin), Dr. Gerd Arndt (Kassierer), Gabi Schößler (Beisitzerin) in ihren Ämtern für die nächsten zwei Jahre bestätigt.
Neuer Kreisvorstandssprecher ist Christoph Stolzenberger, der sich ebenfalls einer breit getragenen Unterstützung erfreuen konnte. Ebenso wie Michael Hofmann aus Geilenkirchen, der neuer Schriftführer ist, sowie die 18 jährige Gymnasiastin Carmen Vondeberg aus Heinsberg, die als Beisitzerin gewählt wurde. Sie möchte sich vor allem für die Grüne Jugend engagieren.

zurück

Vorstandssitzungen des Kreisverbandes z.Z. online

Jeden 1. Mittwoch im Monat.
Wer Interesse hat daran teilzunehmen melde sich per Mail in der Geschäftsstelle:
gruene.kv-heinsberg@remove-this.t-online.de

Heinrich-Böll-Stiftung:
> mehr

Stipendien für Studierende und Promovierende:
> mehr zu den Stipendien

Programmangebot:
> mehr

Grüner Kreisverband Heinsberg:

Kreissparkasse Heinsberg
IBAN DE18 3125 1220 0004 5048 33
BIC: WELADED1ERK